Der Modellbahner

Der MoBa-Virus hat sich bei mir – wie bei vielen anderen Modelleisenbahnern wohl auch – schon in den Kinderjahren eingenistet: zuerst mit einer Legobahn, dann mit H0-Lima. Zu dieser kamen Stück für Stück Fleischmann-Elemente dazu, bis daraus eine Anlage im Estrich wurde: Berge, Häuser, Strassen – und immer wieder Neues. Fertig wurde sie aber nie!

Als Kind verbrachten wir als Familie drei Sommerferien in Latsch oberhalb von Bergün. In einem dieser Jahre kam ich mit gebrochenem Arm aus dem Pfadilager zurück – Schwimmen im Bergbad Bergün war damit tabu. Der Blick hinüber zur Albulalinie Richtung Preda milderte mir zum guten Glück die Langweile: Ge 4/4 II (wenn ich mich richtig erinnere dann noch in grün) mit grünen Wagen, Kehrschleifen und Brücken – das ist mir geblieben.

Nach gut 50 Jahren Pause von der Modelleisenbahn hat mich das Virus wieder gepackt. Der Auslöser war einerseits meine bevorstehende Pensionierung, andererseits die MoBa-Projekte zur Bernina- und Albulabahn.